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Release Notes

Release Notes: Release Notes für siduction 2013.1 - Firestarter

Eingereicht von devil am 20. Mai 2013 - 21:48

Wir freuen uns sehr, euch jetzt siduction 2013.1 - Firestarter - vorstellen zu können. Siduction erscheint drei bis vier mal jährlich und basiert auf dem Unstable-Zweig von Debian.

Siduction 2013.1 - Firestarter wird mit 5 Desktop-Umgebungen ausgeliefert: KDE SC, XFCE, Gnome 3, LXDE und Razor-qt, alle jeweils in 32- und 64-bit Versionen. Von den angebotenen Varianten passen lediglich LXDE und noX noch auf eine CD mit 700 MByte. Da aber das Medium CD zunehmend an Bedeutung verliert, versuchen wir nicht krampfhaft, unsere Images unter dieser Marge zu halten, sondern empfehlen die Verwendung von USB-Sticks zur Installation.

Neu in diesem Zyklus ist Gnome, dass wir uns freuen, jetzt auch offiziell vorstellen zu können. Ebenfalls erstmals offiziell dabei ist mit noX ein Image ohne grafische Umgebung für Anwender, die ohne X arbeiten, für Server oder zum Aufbau einer angepassten Desktop-Umgebung.

Die einfachste Art, ein ISO von siduction für die Installation vorzubereiten, ist, es per dd auf einen USB-Stick zu legen.

Die veröffentlichten ISOs sind ein Snapshot von Debian Sid vom 20.5.2013, ergänzt mit ein paar nützlichen Paketen und Skripten, einem Installer und unserer eigenen gepatchten Version des Kernels 3.9.3 sowie X-Server 1.12.4-6

Während Debian vor wenigen Wochen Wheezy veröffentlicht hat, nutzen wir die Gelegenheit, ein aktuelles Image zu veröffentlichen, nachdem die geöffneten Fluttore nach dem Freeze viele aktuelle Pakete nach Sid gespült haben.

Was gibt es Neues?

Das bei siduction mit 2012.2 als Development-Release erstmals vorgestellte Desktop-Environment GNOME wird in den normalen Release-Zyklus aufgenommen und erscheint bei uns somit erstmals offiziell in der Version 3.4+7.

Es gibt zwei Wege, eine Gnome-Session zu starten:

* gnome-fallback, das dem Gnome2-Look entspricht
* gnome, dass Gnome3 entspricht und Desktop-Effekte mitbringt

Um Gnome3 starten zu können braucht es eine 3D-beschleunigte Grafikkarte. Nutzer von ATI-Karten müssen firmware-linux-nonfree installieren, um Gnome3 nutzen zu können. Im Live-Mode ist standardmäßig Gnome-Fallback eingestellt. Nach der Installation wird auf Gnome3 umgeschaltet. Das bedeutet, dass Besitzer von ATI-Karten vor der Installation firmware-linux-nonfree installieren müssen.

Boot-Cheatcode "gnome"

Soll für eine Live-Session Gnome3 erzwungen werden, muss der Cheatcode gnome an die Kernel-Bootzeile anhängt werden. Das funktioniert für Besitzer von ATI-Karten nur bei einem persistenten Overlay auf einem USB-Stick.

Shutdown und Logout aus einer Gnome3-Session

Um einen Shutdown einer Gnome3-Session zu erreichen, muss die linke alt-Taste gedrückt und dann auf User in der rechten oberen Bildschirmecke geklickt werden, um in das Power-Off-Menü zu gelangen. Wird alt nicht gedrückt, wird Suspend anstelle von Power Off angeboten.

Und sonst?

Weiterhin ist, ebenfalls zum ersten Mal offiziell, ein Image von noX mit im Release, welches im Oktober 2012 als Developement-Release gestartet war. Da dort die grafische Installation fehlt, haben wir ein kleines Howto zur Installation erstellt.

XFCE4 hat in Debian Unstable wegen des langen Freeze zu Wheezy immer noch Version 4.8.0.3. Wir haben die Pakete auf Version 4.10, beibehalten, wie bereits für 2012.2

KDE SC liefern wir in der aktuellsten Version 4.10.3 aus. Hier sind wir noch im Umbau der siduction-settings-kde. Außerdem haben wir anstelle von sqlite jetzt MySQL als akonadi-backend eingesetzt, um besser auf Kmail2 vorbereitet zu sein. Diese Maßnahme betrifft nur neue Installationen.

Razor-Qt hat viel Zuwendung erfahren. Die Version wurde auf 0.5.2 angehoben, die wiederum mehr und verbesserte Plugins mitbringt. Darüber hinaus wurde das Packaging mit dem von Debian synchronisiert.

Sehr viel zeitaufwendige Änderungen sind wieder einmal in den Umbau der Codebasis geflossen. So wurden die vom Vorgänger übernommenen Skripte zum Einbinden des jeweils aktuellen Artworks weiter umgebaut und das Build-Script pyfll einer Entschlackung unterzogen. Das Gleiche widerfährt gerade dem Unterbau des Handbuchs, wo es im Moment noch sehr zeitaufwändig ist, neue Themen einzufügen. Insgesamt haben wir seit dem letzten Release 114 Fehler beseitigt, die meisten davon in der Code-Basis und bei KDE SC und Razor-Qt.

Der Installer bietet weiterhin als Alternative auch btrfs als Dateisystem an. Bitte beachtet unbedingt die Warnungen in dem Zusammenhang. Die Unterstützung von btrfs ist immer noch als experimentell anzusehen und es sollte noch nicht auf Produktivsystemen eingesetzt werden. Regelmäßige Backups sind absolut Pflicht! Eine Einschränkung gilt es zu beachten: btrfs funktioniert derzeit nur mit einem herkömmlichen MBR, nicht mit GPT.

Zum Schluss noch kurz eine Personalie: Wir freuen uns sehr, santa in unserem Team begüßen zu können. Er versorgt uns mit aktuellen Paketen für KDE SC und mehr.


Unsere Ressourcen


siduction Forum
siduction Blog
Git Archiv
Distro News
Bug-Tracker
siduction-Map


Support gibt es in unserem Forum und im IRC. Die Kanäle im OFTC Netzwerk sind #siduction-de für den deutschsprachigen Support und #siduction-core , falls Du bei uns mitmachen oder uns helfen willst. Auf dem Desktop findet sich außerdem ein Icon, mit dem man direkt in den Supportkanal gelangt, abhängig von der gewählten Systemsprache.

Um auch als Testfeld für Debian dienen zu können, haben wir unseren eigenen Bugtracker. Lass Dir kurz erklären, wie Du uns und Debian helfen kannst, zum Beispiel mit Bug-Reports zu kaputten Paketen. Erfahrene Nutzer werden wissen, wie sie Fehlerberichte direkt an Debians BTS (Bug Tracking System) geben können. Für nicht so erfahrene User haben wir reportbug-ng vorinstalliert.

Wenn Du denkst, einen Fehler in einem Debian-Paket gefunden zu haben, starte reportbug-ng und schreibe den Namen des Paketes in die Adresszeile oben. Die Anwendung wird nun die bereits bekannten Bugs durchstöbern und diese anzeigen. Jetzt ist es an Dir, zu bestimmen, ob "Dein" Fehler bereits bekannt ist oder ob es sich um einen bislang unbekannten Fehler handelt. Falls schon bekannt, überlege Dir, ob Du irgendwelche relevanten Information beisteuern kannst, oder vielleicht sogar einen Patch. Falls nicht, bist Du hier schon fertig. Wenn der Fehler noch nicht gemeldet wurde, und Du Dich nicht sonderlich gut mit dem BTS auskennst, kannst Du ihn in unserem Bug-Tracker posten. Hier gehören auch grundsätzlich alle Fehler in siduction-eigenen Paketen hin. Wir sortieren die Fehler dann und packen sie an die richtige Stelle, falls sie reproduzierbar sind. Falls Dir das zu kompliziert ist, schreib einfach im Bug Thread in unserem Forum, das klappt noch mindestens bis zum endgültigen Release.

Woher kommt der Codename 'Firestarter? Wir benennen unsere Releases nach berühmten Rocksongs. Firestarter war ein Song der englischen Big-Beat-Band The Prodigy von 1996 und die erste Single-Veröffentlichung des Albums The Fat of the Land.

Da wir immer nach weiteren Helfern suchen, freuen wir uns, wenn Du Dich im IRC-Kanal #siduction-core einfindest und uns sagst, wobei Du dem Projekt helfen kannst und möchtest.


Hardware Tipps

Solltest Du eine ATI Radeon Grafikkarte besitzen, so benutze bitte beim Booten die "failsafe" Option. Diese Option hängt die Cheatcodes radeon.modeset=0 xmodule=vesa an die Kernel-Bootline an und gewährleistet das Booten nach X. Vor der Installation vom Live-ISO installiere bitte firmware-linux-nonfree. Dazu öffne Deine /etc/apt/sources.list.d/debian.list mit Deinem bevorzugten Editor als Root und hänge contrib non-free ans Ende der ersten Zeile. Speichern und dann:

apt-get update && apt-get install firmware-linux-nonfree
Wenn Du jetzt siduction installierst, wird das Paket mit in die Installation übernommen und gewährleistet, dass der Rechner beim Reboot nach der Installation nach X booten kann. Denk daran, dass, solltet ihr vor der Installation rebooten, die Änderungen verloren sind.

Einige WLAN-Karten können nicht automatisch von den mitgelieferten freien Treibern unterstützt werden, daher startest Du am besten mit kabelgebundenem Netz. Das Skript fw-detect liefert Informationen zur Einbindung entsprechender Firmware, der Installer führt dieses Skript ebenfalls aus und leitet Dich bei der Installation der benötigten Firmware an.


Credits für siduction 2013.1

Core Team:

Alf Gaida (agaida)
Angelescu Ovidiu (convbsd)
Axel Beu (ab)
Ferdinand Thommes (devil)
Hendrik Lehmbruch (hendrikl)
Holger Wagemann (holgerw)
Markus Meyer (coruja)
Tom Wroblewski (GoingEasy 9)
Torsten Wohlfarth (towo)

Maintainer der siduction Desktop Environments:

Gnome: Angelescu Ovidiu (convbsd)
KDE: Ferdinand Thommes (devil)
LXDE: Markus Meyer (coruja)
noX: Roland Hofbauer (rolandx1)
Razor-qt: Alf Gaida (agaida)
XFCE: Torsten Wolfahrt (towo)

Art Team:

Hendrik Lehmbruch (hendrikl)
Sven Strohmeier (se7en)

Code, Ideen, Unterstützung:

ayla
Michael Singer (bluelupo)
J. Hamatoma (hama)
José Manuel Santamaría Lema (santa)
Markus Schimpf (arno911)
Ulrich Beckmann (Bequimão)
Roland Hofbauer (rolandx1)


Danke!

Ebenso danken wir allen Testern und all den Leuten, die uns auf alle erdenklichen Arten unterstützt haben. Dieses Release ist auch Euer Verdienst!

Wir danken auch Debian, deren Basis wir uns bedienen



Im Namen des gesamten siduction Teams:
Ferdinand Thommes